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Eierlikör – der Klassiker zu Ostern

Eierlikör

Von der Avocado zum Eigelb: Zur Entdeckung des Eierlikörs!

Im 15. Jahrhundert entdeckte Kolumbus wohl Amerika, im 16. Jahrhundert setzte Martin Luther mit dem Thesenanschlag die Reformation erst so richtig in Gang und im 17. Jahrhundert wurde etwas ähnlich Wichtiges entdeckt: der Ursprung des heutigen Eierlikörs. Kaum zu glauben, aber wahr. Der Überlieferung nach zeigten schon vor 400 Jahren die Ureinwohner des heutigen Brasiliens ein Getränk aus Rohrzucker, Rum und Avocado. Der Alkohol verhalf zu einer lockeren Stimmung und gab dem Getränk in Kombination mit Zucker eine lange Haltbarkeit. Grund genug für Seefahrer, den süßen Likör mitzunehmen und nach Europa zu verschiffen. Da zu den damaligen Zeiten allerdings der lange und mühsame Transport einer Avocado-Pflanze nicht möglich war, mussten die Europäer eine ähnlich gute Alternative finden, um dem beliebten Avocado-Likör nahe zu kommen. Den Überlieferungen zufolge soll es letztendlich dem, aus Antwerpen stammenden Unternehmensgründer Eugen Verpoorten gelungen sein, den Likör mithilfe von Eigelb zu imitieren. So gelangte der „Eierlikör“ schließlich vom Amazonas bis zu uns ins Wohnzimmer.

Aufbewahrung und Haltbarkeit: Kalt ist nicht gleich besser!

Viele Konsumenten im Netz haben aufgrund des Ei-Gehalts im Eierlikör die berechtigte Frage: „Ist Eierlikör überhaupt lange haltbar?“ Die Antwort ist: Ja! In jedem Eierlikör sind mindestens 14% Vol. Alkohol enthalten – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Wie auch schon in der Geschichte des Likörs ist dies der Grund für die gute Konservierung. Zwar wird auch genau deswegen offiziell kein Mindesthaltbarkeitsdatum genannt, es wird aber geraten, einen geöffneten Eierlikör innerhalb eines halben und einen verschlossenen innerhalb eines ganzen Jahres zu verbrauchen. Die Mitte davon entspricht übrigens der Zeit zwischen Ostern und Weihnachten. Der Hauptzeit des Eierlikörs ;)

Aber wie wird der Eierlikör eigentlich richtig gelagert? Im Kühlschrank, natürlich! … oder? Das ist nur bedingt richtig. Zwar kann der Likör ohne Bedenken kalt im Kühlschrank gelagert werden, doch am besten ist nicht frostig, sondern lediglich kühl - und das im Dunkeln. Lagert der Eierlikör zu lange und zu kalt kann es passieren, dass das Eigelb bindet und den Likör dicker werden lässt - zudem wird damit das Aroma abgeschwächt. Am besten stellt man den Eierlikör also nicht in den Kühlschrank, sondern besser in das Weinregal im Keller.

Um die Ostertage etwas süßer zu verbringen, empfehlen wir folgendes Rezept:

Eierlikörkuchen:

5 Eier
250 g Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker
250 ml Öl
250 ml Goldelse-Likör mit Ei
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver

  1. Heizt den Ofen auf 175 Grad Ober-, Unterhitze (150 Grad Umluft) vor und fettet eure Kuchenform gut ein, um den fertigen Kuchen am Ende besser aus der Form zu bekommen.
  2. Gebt die Eier, den Puder- und Vanillezucker in eine Rührschüssel und rührt das Gemisch bis es schaumig ist.
  3. Gießt den Eierlikör zusammen mit dem Öl langsam und unter Rühren in die Ei-Zucker-Menge.
  4. Zuletzt gebt ihr das Backpulver und die Speisestärke zum Mehl und hebt alles vorsichtig unter die Masse. Anschließend verrührt ihr alles, bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Gebt den Teig in die vorgefettete Form und schiebt diese auf der unteren Schiene in den vorgeheizten Backofen. Der Kuchen wird nun für etwa 60 Minuten gebacken und anschließend nochmals fünf bis zehn Minuten zum Auskühlen in der Form gelassen.


Tipp: Um den Kuchen noch leckerer zu machen einfach mit Puderzucker bestreuen oder mit einem Zucker- oder Schokoguss übergießen. Und was passt dazu besser, als ein kleines Glas Eierlikör.

Prost und einen guten Appetit!

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